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Hochschulwahlen 2016

14. - 15. Juni 2016

Liebe AVLer*innen,

Die Hochschulwahlen stehen an! Nächsten Dienstag und Mittwoch könnt ihr wieder eure Stimme am Wahlstand der Vordergebäude von Schellingstr. 3 abgeben und so die Fachschaftsvertretung der AVL für die kommende einjährige Legislaturperiode wählen.
Während der beiden Wahltage werden wir gemeinsam mit anderen Fachschaftsvertretungen der Fakultät 13 einen Wahlstand neben den Wahlurnen betreiben. Damit wäre dann auch ein zentraler Punkt künftiger Fachschaftsbestrebungen angeschnitten: eine weitläufige Vernetzung aller kleinen und auch größeren Fachschaften der größten Fakultät der LMU, was die bloße Zahl der zu repräsentierenden Studierenden anbelangt. Der Studiengang der AVL ist für sich genommen relativ klein und kommt im Konvent der Fachschaften gerade einmal auf eine einzige Stimme. Aber schon letztes Jahr haben wir auf die Wichtigkeit einer hohen Wahlbeteiligung hingewiesen, nicht nur zur Legitimierung unserer 'lokalen' Fachschaftsarbeit, sondern insbesondere hinsichtlich des politischen Gewichts studentischer Stimmen in fakultätsübergreifenden Entscheidungsprozessen. Die Geschehnisse in unserem Studiengang sind kein Randphänomen, sondern stehen immer im Kontext gesamtuniversitärer Dynamiken. Eine hohe Wahlbeteiligung stärkt nicht nur die einzelnen Fachschaftsvertretungen, sondern den gesamten studentischen Korpus! Um in ihrer repräsentativen Funktion eine legitimiertere Sprecherposition einnehmen zu können, sind die Fachschaftsvertretungen auf die Unterstützungserklärungen der zu repräsentierenden Studierenden bei den Hochschulwahlen angewiesen!

Dieses Argument ist dieses Jahr nun umso virulenter:

  1. Semesterticket: Wir haben in einer früheren Mail schon auf die von der MVG beabsichtigte Preiserhöhung hingewiesen. Zwar wurde die 50%-Preiserhöhung für das Wintersemester erst einmal vertagt, aber die Verhandlungen gehen weiter. Da es in Bayern als einzigem Bundesland in ganz Deutschland keine Verfasste Studierendenschaft gibt, wird die Studierendenschaft auf rechtlicher Ebene nicht als eigenständiger Verhandlungspartner anerkannt. Dennoch befindet sich der AK Mobilität mit dem Studentenwerk München in Verhandlungen mit dem Münchener Verkehrs- und Tarifverbund sowie den Verkehrsunternehmen MVG, S-Bahn und BOB. Neben allen ökonomischen und rationalen Argumentationsstrukturen ist aber wohl das Wissen um die Unterstützung durch eine breite Studierendenschaft immer noch das schlagkräftigste Argument. Es war eine uniübergreifende studentische Mobilisierung, die vor knapp drei Jahren zur Einführung des Pilotprojekts geführt hat. Nun gilt es diese studentischen Interessen zu verteidigen!
  2. Der Konvent der Fachschaften:  
    Zwar treten wir zumeist als Informationsorgan, Vertreter*innen studentischer Anliegen gegenüber dem Institut (eine Zusammenarbeit und Kommunikation - was wir unterstreichen möchten - die sehr gut funktioniert) oder Organisationsteam von Groß- und Kleinveranstaltungen auf. Dennoch soll die hochschulpolitische Institution der Fachschaft, so wie wir sie verstehen, kein bloßer Verwaltungsapparat der Erlässe und Satzungen der Hochschulleitung oder anderer Einrichtungen sein, sondern hat darüber hinaus die Aufgabe inne, die sie unterstützende Studierendenschaft in allen hochschulpolitischen Belangen zu vertreten. (an dieser Stelle sei gesagt, dass die Trennung hochschulpolitischer von allgemeinpolitischen Fragestellungen für uns sowieso hinfällig ist: können ein Antifa-, ein Gleichstellungs oder ein Queer-Referat, zu deren Arbeit wir stehen, in der Tragweite ihres Engagement überhaupt auf den Raum der Uni isoliert gedacht werden?).
    Ebendieses Machtgefälle hat der Hochschulpräsident Prof. Bernd Huber letzte Woche aber einmal mehr demonstriert. Letzten Montagabend hat er zunächst den Vorsitz und Geschäftsführung darüber informiert, dass die im Konvent abgestimmten Ablehnungen der Hochschulgruppen „RCDS", „Christen an den Hochschulen München", „3%" und „Campus Alternative" rechtlich falsch seien, der Konvent also seine Entscheidungen rückgängig machen müsste und die genannten Gruppen zu akkreditieren wären (warum beispielsweise die "Kurdische Hochschulgruppe" nicht aufgelistet wurde, wird nicht mitgeteilt). Ohne dem Konvent der Fachschaften daraufhin überhaupt die Möglichkeit einer Rücksprache einzuräumen, war diese Information am Dienstagvormittag schon als beschlossene Tatsache in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung zu lesen.
    Angesichts dieser Diskrepanz zwischen der Studierendenschaft und der Hochschulleitung als entscheidungstragende Instanzen stellt sich die Frage nach dem politischen Mandat der gewählten Fachschaftsvertreter*innen. Wenn mehrheitlich beschlossene Entscheidungen des Konvents ohne Dialog, mit dem Verweis auf (nicht weiter ausgeführte) rechtliche Formalia rückgängig gemacht werden können, warum wird überhaupt im Konvent über die Akkreditierung von Hochschulgruppen abgestimmt? Um nicht auf die Position eines bloßen Verwaltungsapparats reduziert zu werden - wie es durch die weiterhin erfolgte Abgelehnung einer Verfassten Studierendenschaft in Bayern wohl erwünscht wäre - und die Souveränität  des Konvents in seiner Beschlussfähigkeit zu verteidigen, bedarf es des numerischen Rückwindes einer hohen Wahlbeteiligung. Dies mag nicht genug sein, aber ohne flächendeckende Mobilisierung wird die Studierendenschaft für die Hochschulleitung etc. immer nur als Ansammlung vereinzelter Antragsteller*innen erscheinen, deren repräsentative Funktion aufs Äußerste beschränkt bleibt.
  3. Dies betrifft auch das Mitbestimmungsrecht in Prozessen der Lehrgestaltung. Nach uns soll die Universität ein integrativer Bildungsraum und keine elitäre Einrichtung mit begrenzten Zugangs- oder Partizipationsmöglichkeiten sein. Das Verhältnis zwischen Studierendenschaft und den universitären Einrichtungen soll kein Dienstleistungsverhältnis zur Akkumulation individuellen Humankapitals sein. Universität ist für uns vielmehr ein Raum, in dem auch von studentischer Seite an der Lehre gearbeitet wird und die von der Studierendenschaft artikulierten Interessen und Probleme in die Lehrgestaltung einfließen.
    Die Erfahrung am Institut für Komparatistik hat gezeigt, dass diese Zusammenarbeit, ob nun ganz simpel durch Evaluationsbögen, Nachfragen im Institutsrat sowie anderweitige Kommunikationsformen, erfolgreich funktionieren kann.
     

Wer hinsichtlich dieser Punkte Diskussionsbedarf sieht, vielleicht auch ein klareres Profil der Fachschaft verlangt oder überhaupt mit uns an der Frage arbeiten möchte, wie die repräsentative Funktion der Fachschaftsvertretung zu praktizieren oder überhaupt möglich ist, ist hiermit herzlich zur Fachschaftssitzung am 22.06. eingeladen.

Die 5 Kandidat*innen, die sich zur Wahl aufgestellt haben, sind:
Christiane Schäfer
Raphael Wiegand
Sophie Holzberger
Fabian Widerna
Chris Reitz

Herzlich Grüße,

Eure Noch-Fachschaftsvertretung der AVL/Komparatistik (Stand 12/06/16)


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